Portrait
Team
Pferde
Kontakt
News/Aktuelles
Termine/Turnierplan
Sponsoren
Athen
Home
Athen 2004 Olympia-Abschluss

26.08.2004 Platz vier nach dem Grand Prix, Platz acht nach dem Special und Rang 15 in der Endabrechnung nach der Kür: Auch wenn der Trend in diesem Fall leider nicht nach oben ging, es hat sich gelohnt dabei zu sein und Martin hat mit dem zweitbesten Ergebnis in der Mannschaft entscheidend zum Team-Gold beigetragen. Leider hat sich Weltall in dem Stadion von Anfang an unwohl gefühlt und die Siegerehrung nach der Mannschafts-Medaillenvergabe hat ihm dann den Rest gegeben. Doch schließlich ist Alf mit seinen zehn Jahren noch ein Youngster und soviele Turnierplätze dieser Größenordnung hat er ja auch noch nicht gesehen. Auch wenn wir uns einen schöneren Abschluss gewünscht hätten - vielen Dank für das kräftige Daumendrücken und die zahllosen Faxe, SMS und Anrufe! Jetzt geht's wieder zurück auf die Alb und dann gibt es ein großes Olympia-Gold-Fest!



Athen 2004 Das offizielle Statement zum Einzelfinale

26.08.2004 Athen/GRE (fn-press). Ein spannendes und hochklassiges Duell in der olympischen Dressur ist entschieden. Ulla Salzgeber (Bad Wörishofen) gewann mit Rusty die Silbermedaille (78,833 Prozentpunkte gesamt). Das von ihr nach der Bronzemedaille in Sidney vor vier Jahren angepeilte Gold ging an Anky van Grunsven (NED) und Salinero (79,278), die damit ihren Olympiasieg von 2000 wiederholte. „Rusty ist sehr gut gegangen. Und gut, wenn es so sein soll, dann soll es so sein,“ kommentierte Salzgeber ihren zweiten Platz. Mit sensationellen 85,45 Prozentpunkten in einer eindrucksvollen Kür als dritter Teilprüfung legte van Grunsven als vorletzte Starterin eine hohe Marke vor. Der nicht minder herausragende Konter von Ulla Salzgeber wurde von den Richtern mit 83,450 Punkten beurteilt. Die Bronzemedaille ging an die Spanierin Beatrix Ferrer-Salat mit Beauvalais (76,667)
 
Keine Einzelmedaille, aber als Gewinner fühlen kann sich auch Olympianeuling Hubertus Schmidt (Borchen-Etteln). Mit Wansuela suerte belegte der Berufsreiter schließlich Platz fünf (74,883). Unglücklich verlief die Grand Prix Kür für Martin Schaudt (Albstadt). Aufgrund des starken griechischen Windes war sein Pferd Weltall im wahrsten Sinne des Wortes „durch den Wind“. Die mangelnde Mitarbeit des Pferdes wehte das Paar auf den letzten Platz der Gesamtwertung (69,656). Wie dem auch sei, eine Goldmedaille nehmen die drei auf jeden Fall mit nach Hause. Sie holten bei diesen Spielen zusammen mit Heike Kemmer (Winsen) und Bonaparte Mannschaftsgold. Für Salzgeber (2000 Sidney) und Schaudt (1996 Atlanta) ist es bereits das zweite Olympiagold.




Athen 2004 Olympisches Tagebuch

26.8.2004 Heute haben wir erst mal lange ausgeschlafen. Auch Weltall VA ist nur leicht bewegt
worden. Alles ohne Stress. Mittags wollen wir noch mal das Strandleben genießen.
Am Abend gehen wir in ein griechisches Restaurant, das für seine 100 Vorspeisen
bekannt ist.
Am Freitag erwartet uns noch mal ein Highlight. Am Abend hat die Musik Gruppe
"Tango Five" einen Auftritt in Athen im Deutschen Haus, zu dem Martin unbedingt
hingehen will. Sind die 4 Musiker doch die Verfasser seiner Tango Kür, die er schon
oft mit Loesdaus Loriot geritten hat und deren Musik auch im Programm der Gruppe
"Go for Gold" vorkommt. Zwei der Mitglieder sind Jugendfreunde des ehemaligen
Ebinger Reitlehrers Peter Wetzel und auch mit Martin freundschaftlich verbunden.
Am Samstag ist dann der Heimflug angesagt. Wann Martin dann in Albstadt
ankommen wird, ist noch nicht klar, denn es kann sein, dass er zum Wohle des
Pferdes in Warendorf noch mal eine Rast einlegt.
Damit endet nun meine Berichterstattung aus dem sonnigen Athen.
Uns werden viele Bilder in Erinnerung bleiben. Die Sonne über Athen, der Moment
als Martin die Goldmedaille und den Siegeskranz erhalten hat, der Wind der Weltalls
Angst vor dem Stadion verstärkt hat.
Alles in einem hat Martin mit Weltall VA mehr erreicht als wir uns vor einigen
Monaten überhaupt hätten vorstellen können.




Athen 2004 Technik-Streik

Technik-Streik26.08.2004 Schön gedacht, schlecht gemacht... Leider hat uns die Technik hier einen Streich gespielt und wir konnten Euch nicht so übers Internet informieren, wie wir es gerne gemacht hätten. Jetzt ist ja alles vorbei und Weltall muss nie wieder in das Stadion, an das er sich nicht wirklich gewöhnen wollte. Aber Mannschaftsgold ist das Hauptziel gewesen und das ist erreicht! Und jetzt heißt es für Alf - Urlaub mit Lotte auf der Weide! Während Martin noch ein wenig die offiziellen Termine wahrnehmen muss, die aber nicht immer nur Stress sind, wie man auf dem Foto sehen kann!



Athen 2004 Olympisches Tagebuch

25.8.2004 Es war nach dem Hoch im Grand Prix ein tiefes Tief, das Martin und Weltall VA bei
der Grand Prix Kür durchmachen mussten. Wir alle auf der Tribüne und ich glaube
nicht nur seine treuesten Fans haben mit den beiden mitgelitten. Die traumatischen
Erlebnisse, die Weltall VA mit dem Unfall im März, dem Hinflug nach Athen und die
laute und turbulente Meisterschaftsfeier bei der Übergabe der
Mannschaftsgoldmedaille haben letztlich ihren Tribut gefordert. Weltall VA auf den
Abreiteplätzen und im Stall die Ruhe selbst, hatte panische Angst vor den lauten
Zuschauern, den knatternden Fahnen und dem unruhigen Viereck, sobald er die
Arena betrat.
Das ist schade und vor allem ist es jetzt gut, dass Martin seinem Weltall VA jetzt
endlich Ruhe gönnen kann, nur noch die Heimreise muss geschafft werden und dann
ist Entspannen auf der Alb angesagt.
Auch von Martin ist einige Last abgefallen. Durch seinen tollen Ritt im Grand Prix hat
Martin und Weltall VA Deutschland die Goldmedaille gesichert. Ohne ihn und Weltall
VA hätte es diesmal nicht gereicht. Somit gehört auch er zu den Gewinner dieser
Olympiade. Am Abend hat er dann noch kräftig mit Hubertus Schmidt angestoßen,
der durch seine tolle Kür noch sensationeller Fünfter wurde. Ulla Salzgeber wollte
eigentlich auch mitfeiern, doch musste sie (nicht ihr Pferd Rusty) zur Dopingkontrolle
und das zog sich bis in die Nacht.



Athen 2004 Olympisches Tagebuch

24.8.2004 Gestern Abend (Montag 23.08.) waren wir doch alle sehr niedergeschlagen, weil wir
im Stillen gehofft hatten, dass Martin sich noch ein bisschen nach vorne schiebt.
Doch es sollte nicht sein. Um uns ab zu lenken nutzten wir die Gelegenheit um in
Athens Innenstadt das "Olympia-Feeling" zu erkunden. Und wir wurden positiv
überrascht. Im Gegensatz zu unserem Athener Ferienvorort Varkiza, ist in Athen
Abends die Hölle los. Die ganze Stadt scheint voll mit jungen Menschen aller
Nationen. Da sieht man Aussies (Australier) mit Bikinis in ihren Landesfarben,
Schweden, alle in blau-gelb, die ein bayrisches Bierlokal (ja das gibt es auch) fest in
ihrer Gewalt haben, eine Ruderin aus Großbritannien, die stolz ihre Bronzemedaille
zeigt und sie auch ausgiebig mit in Orange gekleideten Holländern feiert.
Auf einem Platz vor einer alten orthodoxen Kirche tritt eine Bauchtänzerin auf, an der
nächsten Ecke macht eine Trachtengruppe aus einem asiatischen Staat
fremdländische Musik, ein Straßensänger, der ohne Mikrofon alles übertönt singt
griechische Folklore und immer wieder sieht man verliebte Paare, die sich auf antike
Mauerreste setzten oder in Mauernischen zurückziehen. Und das alles rund um die
Akropolis, was übersetzt "Obere Stadt" heißt, auf der der Pantheon hell erleuchtet
angestrahlt ist. Ein malerisches Bild, das man gesehen haben muss, wenn man in
Athen war. In der "Plaka", so heißt die Altstadt rund um die Akropolis, findet man
viele kleine Shops, malerische Restaurants, verwinkelte Strassen,! die jetzt bei der
Olympiade die ganze Nacht nur so von Leuten wimmeln. Überall stößt man auf
Olympia. Viele haben T-Shirts bzw. Mützen mit dem Logo von Athen 2004 an. Die
Strassen sind mit Fahnen aller Nationen geschmückt. Einige haben eigene Fahnen
als Umhang oder Rock um sich gewickelt.
Die Sponsoren der Spiele sind präsent, mit Werbung, aber auch mit gesponserten
Kunstobjekten, mit denen die Strassen geschmückt sind. Es gibt einen Licht- und
Geräuschgarten, der beim durchgehen, Licht- und Geräuscheffekte produziert. Und
immer wieder wird man zum Tauschen von Pins aufgefordert, der großen
Leidenschaft bei allen Olympiaden.
Heute Morgen ist Martin schon sehr früh geritten, wird aber noch mal aufs Pferd
steigen, so ca. um 17:00 Uhr, da er morgen am Mittwoch den 25.08. um 16:58 Uhr
bei der Kür starten wird (15:58 Uhr MEZ) und Weltall VA an diese Zeit,
Lichtverhältnisse usw. gewohnt werden soll. Hoffentlich gibt es keine neuen
Wetterunbilden und Weltall VA hat keine schlechten Erinnerungen an Montag
zurückbehalten.
Heute steht die Mannschaftsentscheidung im Springen an. Die Deutsche Mannschaft
hat sich in der ersten Runde heute Morgen gut geschlagen und führt mit 4 Punkten
Vorsprung. Martin wird gemeinsam mit sein Dressurkollegen die Entscheidung vor
Ort heute Abend verfolgen und die Springreiterkollegen moralisch unterstützen. Die

Entscheidung wird aber nicht vor 11 Uhr erwartet.



Athen 2004 Olympisches Tagebuch

23.8.2004 "Vom Winde verweht ....." Selbst die außergewöhnliche Reitkunst von Martin konnte
Weltall VA nicht bändigen. Die Chance auf eine Einzelmedaille wurde von dem
starken Wind weggefegt. Weltall VA lies sich zu sehr davon ablenken, mehr als die
anderen Pferde und so kam es, dass Weltall VA so aufgeladen war, dass er keinen
Schritt ging. Bis dahin war es eine Meisterleistung wie Martin dieses Weltpferd durch
die Prüfung ritt. Im Stadion werden alle Zwischenergebnisse an einer Tafel angezeigt
und zu diesem Zeitpunkt hatten die beiden beinahe 80% erreicht. Das zeigt was
möglich gewesen wäre..... Nach diesem groben Patzer gab es dann von den
Richtern immer weniger Punkte und Fehler in den Einer-Wechseln kamen hinzu. Am
Schluss blieben 70,60 % und Martin fiel vom 4ten auf den 8ten Platz zurück.
Nun da es nicht mehr um eine Einzelmedaille geht, will Martin ganz entspannt die
Kür reiten und dem Publikum noch eine schöne Prüfung bieten. Die Kür reitet er nach
der neuen Musik mit Melodien der Gruppe "Toto".
Gestern Abend (Sonntag 22.08.) hatten wir noch mit Martin den Mannschaftssieg
gefeiert, wobei Martin sich dezent zurückhielt und schon um 10:00 Uhr ins Bett ist,
damit er heute alle Sinne bei einander hat.
Nach dem Spezial trafen wir eine Gruppe Holländerinnen, die wir schon nach dem
Grand Prix getroffen hatten. Diesmal waren die Damen erheblich besser drauf,
nachdem Anky van Grunsven den Spezial so deutlich gewinnen konnte. Wir hatten
allerdings ziemlich lange Gesichter und mussten uns einigen Spott anhören, bis eine
der Holländerinnen sagte: "Spaß beiseite Weltall VA ist trotzdem das beste Pferd!"
Damit waren wir auch wieder guter Dinge.
Martin war nach seinem Ritt gar nicht so niedergeschlagen, wie man das hätte
denken können. Er hatte ja alles getan, was zu tun war, mehr ging halt nicht
zumindest im Moment und wenn man bedenkt wo wir Mitte März standen ist das ja
alles wunderbar. Martin meinte nur: "Jetzt muss ich halt in 4 Jahren in Peking reiten."
Heute Abend ist die offizielle Mannschaftsfeier mit Einladung durch die Liselotte
Linsenhoff Stiftung.
Patricia hat auch schon den Sound-Check fuer die Kür gemacht, damit am Mittwoch
alles gut läuft.